Schule Seilerstraße Im Mittelpunkt des Aufsatzes steht die Auseinandersetzung mit der Person Adolf LAMBECKS. Er gehörte zu den Lehrern, die sich während des Nationalsozialismus politisch profilierten. Als Mitglied des "Nationalsozialistischen Lehrerbundes" (NSLB) und Fachschaftsleiter der Gaufachschaft V (Sonderschulen) in Hamburg organisierte er Fortbildungsveranstaltungen, trat in seinen umfangreichen Veröffentlichungen beispielsweise für die "Aussonderung von minderwertigem Menschenmaterial aus der Sonderschule" ein und redete der Sterilisation von "Erbkranken" das Wort. Die Zeit des deutschen Faschismus überstand er wie viele andere, ohne in beruflicher Hinsicht für seine Aktivitäten während dieser Zeit zur Rechenschaft gezogen zu werden. Vielmehr wurde er nach Kriegsende als einer der ersten Schulleiter von der englischen Besatzungsmacht wieder in sein Amt eingesetzt. Grundlagen für den folgenden Text bildeten ausführliche Recherchen zur Person LAMBECKS, die Hendrik HAUSCHILD durchgeführt hat, ein Zeitzeugenbericht von Herrn S., der LAMBECK als Schulleiter persönlich kannte und ein Interview der Autorin mit einer Nichte von LAMBECK, das im Juli 1999 durchgeführt wurde. (Orig.). http://www.fachportal-paedagogik.de/fis_bildung/suche/fis_set.html?FId=563648 ------- Schule Seilerstraße 41, 42 und 43 (St. Pauli) (gegr. 1888) – Vz37; Lvz S. 177; Hdb S. 137–138; Ausl-48; Bestand 41 1939 getrennte Schulen für Jungen und zwei getrennte Schulen für Mäd- chen mit Oberbau; 1989 Schließung und Auflösung der Schule. 1922 Eröffnung in der Volksschule Seilerstraße als „Sprachheilschule am rechten Alsterufer“ mit Schülern, die seit 1912 in Sprachheilklassen an Volksschulen unterrichtet worden waren; bis 1925 Nebenstandort Eckern- förder Straße 83; 1925 Umzug in das 1888 errichtete Schulgebäude Alto- naer Straße 58; 1939 vorübergehende Verlegung in das Schulgebäude der aufgelösten Richard-Wagner-Schule (Aufbauschule), Felix-Dahn-Stra- ße 7 (1943 diente der Schulhof des früheren Standorts Altonaer Straße 58 als Sammelplatz für die Deportation von Juden); 1943 abermaliger Um- zug in das Schulgebäude der 1884 erbauten, jetzt aufgelösten jüdischen Schule Carolinenstraße 35; dieses Gebäude wurde 1943?1945 mehrfach beschädigt und für nichtschulische Zwecke genutzt; heutiger Standort der Schule: Zitzewitzstraße (Marienthal). (aus: Uwe Schmidt: Hamburger Schulen im „Dritten Reich“ Hamburg University Press Verein für Hamburgische Geschichte Beiträge zur Geschichte Hamburgs | Band 64